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In den aktuellen Zeiten formieren sich immer mehr Raucher-Initiativen, genussrauchen.de hatte darüber schon berichtet. Die meisten dieser Aktionen werden von Privatpersonen gegründet und ehrenamtlich geführt. Mit „Smoking rebels“ startet nun auch Oliver Kopp, Geschäftsführer von Otto&Kopp (u.a. Bang, Chcom, Peterson), eine eigene private Initiative, über deren Sinn und Motivation man trefflich streiten kann.
Ein Elektro-Sound empfängt den Besucher der Website www.smokingrebels.com. „Smoking Rebels, Smoking Rebels“ dröhnt es dazu von Zeit zu Zeit. Dazwischen werden Aphorismen verlesen, die so klingen als hätte man sie aus einem Schüleraufsatz entlehnt. Das Design der Website dagegen erzeugt eher Assoziationen zur Antifa, bzw. stellt man sich so die Homepage der RAF vor, wenn es damals schon Internet gegeben hätte. So weit so schlecht, könnte man denken. Immerhin mal ein moderner, unkonventioneller Ansatz, könnte man denken. Ganz uneigennützig investiert hier jemand von den Großen aus der Branche Zeit und Ressourcen, könnte man denken. Gäbe es da nicht den Verweis auf einen Shop. Und siehe da: Tatsächlich, man kann ein T-Shirt erwerben. Tabakhändler und Gastronomen können dieses im Zehnerpack erwerben und für EUR 15,- je T-Shirt (und zusätzlich Plakat, Aufkleber und Flyer) an die Sympathisanten weiter verkaufen. Und da ergeben sich ganz neue Gedankenspiele: Wieviele dieser T-Shirts wird man wohl verkaufen? Gibt es den Song in absehbarer Zeit im Handel? Mit der Bitte die CD zu kaufen, da man nur mit Platz 1 der Charts mediale Aufmerksamkeit für die Sache erreichen könne? Aber welche Sache? Inhaltlich bietet das „Manifest“ nicht wirklich viel, erst recht nichts, was man bei anderen Initiativen nicht schon lange finden kann. Dafür werden nette Phrasen gedroschen und es wird auf Flyern zu Aktionen aufgerufen. Welcher Art diese Aktionen sein könnten, darüber wird der Mantel des Schweigens gehüllt. Anscheinend hat man die ganze Kreativität für den Song benötigt… Was darf man also von den „Smoking Rebels“ erwarten? Nunja, der Zweck heiligt die Mittel. Sollte mit dieser Initiative tatsächlich mehr Aufmerksamkeit erregt werden können als mit den vielen bereits Bestehenden wäre dies ja wunderbar. Ansonsten bleibt das Ganze eine musikalische und optische Katastrophe mit ein bisschen Kommerz. |