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Seite 1 von 4 Oft ist es in handwerklichen Berufen so, dass der Vater seine Kenntnisse an den Sohn weitergibt. Diese alte Tradition wird auch von einigen wenigen Pfeifenmachern gepflegt, so z.B. Sixten und Lars Ivarsson (sogar dessen Tochter Nanna ist inzwischen als Pfeifenmacherin aktiv), Viggo und Kai Nielsen oder auch Benny Jörgensen und Lasse Skovgaard. Aber auch im Schwarzwald gibt es diese Konstellation, nämlich bei Oliver und Max Brandt. Genussrauchen.de sprach mit Vater und Sohn.
?: Oliver, wie kamen Sie zum Pfeifenmachen? !: Naja da muss ich 35 Jahre zurückblättern, ich war 15, mein Vater Pfeifenraucher, da hab ich mir eine stibitzt und das mal ausprobiert.Als es dann rauskam und die Wolken sich verzogen haben, da durfte ich offiziell Pfeife rauchen. Nur gefallen haben die Pfeifen mir nicht. Also bin ich den Teilen mit Feile und Schmirgelpapier zu Leibe gerückt. Das Ergebnis war natürlich nie zufriedenstellend und mit steigendem Alter und Geldmitteln konnte ich meinen Werkzeugpark erweitern.  Dann kamen die ersten vorgebohrten Hobbykanteln.Das war ein Erlebnis erster Klasse. Eine Form selbst ganz bestimmen zu können. Das nächste Hindernis war das unbearbeitete Bruyere zu bekommen. Damals gabs kein Internet. Tel.nummern oder gar Adressen waren ein gutgehütetes Geheimnis. Geholfen hat mir dann nach 2 Jähriger Suche der Julian Schäfer. Der war sehr erfolgreich mit seinen Ölbildern, hat das Pfeifenmachen aufgegeben und mir seine Restbestände, 50 Kanteln, verkauft. Die habe ich fast alle verbohrt oder kaputtgeschliffen..lach Lehrgeld im wahrsten Sinne. Juls hatte mir aber auch die Bezugsadresse gegeben...und so hab ich das gelernt. Kantel für Kantel immer verbessern..nie wirklich zufrieden..so ist das heute noch. Wenn ich mal der Ansicht bin alles zu wissen und zu können (Gott bewahre mich) werd ich aufhören. Den Pfeifenrauchern haben meine Stücke dann gefallen und so wurde das immer mehr. Ich hab viel ausprobiert in meinem Leben, aber das Pfeifenmachen war immer dabei und vor ca. 15 Jahren fiel dann die Entscheidung das als Hauptberuf zu machen. Das war ein harter Weg aber bereut habe ich das nie. Noch immer nehme ich ein Kantel in die Hand und es ist spannend welche Form mir wohl dafür in den Kopf kommt.
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